Nach 13 Jahren keine Gesamtlösung Festplatz | Weingarten braucht einen Festplatz!

Nach 13 Jahren keine Gesamtlösung Festplatz

Die größte innerörtliche, unbebaute Fläche in Weingarten wird entgegen dem Antrag der WBB-Fraktion aus dem Jahr 2012 stückweise überplant. Statt einer ganzheitlichen Lösung entstehen dort nun Schule, Feuerwehrfahrzeughalle und Parkplätze für die Ringerhalle – ein Festplatz im eigentlichen Sinne bleibt dabei auf der Strecke.

Auf den ersten Blick scheint die Entwicklung sinnvoll: Der Förderantrag für den Neubau der Schule wird gestellt, um Generationen von Schülern ein modernes Lernen zu ermöglichen. Die Feuerwehr erhält eine Fahrzeughalle sowie eine Ampel zur Querung der Ringstraße im Einsatzfall. Die Ringerhalle benötigt aufgrund der Baulast knapp 60 Parkplätze. Diese Maßnahmen sind aus Sicht der WBB-Fraktion grundsätzlich zu begrüßen.

Allerdings ergeben sich aus dem Aufstellungsbeschluss Nr. 84 „Feuerwehr Fahrzeughalle Festplatz“ einige Punkte, die bis auf Weiteres ungeklärt bleiben:

Eine nachhaltige Lösung für die Kreuzung Ringstraße/ Kanalstraße ist dringend erforderlich – sei es durch einen Kreisverkehr oder eine alternative Straßenführung. Im Hinblick auf zukünftige Schülerströme und den Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmer muss eine tragfähige Lösung für eine der Hauptverkehrsadern in Weingarten gefunden werden. Mögliche Optionen im Zusammenhang mit der Südrandstraße und dem Rückbau der Dörnigstraße bleiben unberücksichtigt. Leider ändert eine Ampel, für unsere Feuerwehr sicher notwendig, nichts an der aktuellen Situation.

Weingarten braucht einen Festplatz!

Die Indienststellung der 15. Kompanie des ABC-Abwehrregiments 750 „Baden“ hat es wieder gezeigt: Eine 10.000-Einwohner Gemeinde wie Weingarten braucht einen Festplatz für die besonderen Momente und zahlreichen Nutzungen im Jahr. Auch für den bei Jugendlichen beliebten Skatepark und die Basketballflächen muss im Zuge des Schulneubaus ein adäquater Ersatz geschaffen werden. Die WBB-Fraktion kritisiert die schrittweise Überplanung des Festplatzes – eine sogenannte „Salami-Taktik“ – als nicht zukunftsfähig.

Unsere Forderung bleibt klar:
Wir setzen uns weiterhin für eine ganzheitliche Planung des Festplatz-Areals ein – insbesondere für eine große, zusammenhängende Fläche, die Raum für ein Festzelt bietet. Dieses Konzept erfordert eine Verlegung der Ringstraße. Durch den Bau der Parkplätze wird diese Lösung jedoch unmöglich.

GR Lorenz Spohrer

Keine Lösung für diese unübersichtliche „Kreuzung“ – kein „Ersatz-Festplatz“ – eine Ampel sorgt künftig für zähe Umleitungen (über Mozart- und Dörnigstraße)