18. Januar 2026
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Die WBB war neben der CDU die erste Fraktion im Gemeinderat, die sich frühzeitig klar und unmissverständlich zum Standort Festplatz – auch öffentlich – bekannte. Eine deutliche Gemeinderatsmehrheit steht nach unserem Dafürhalten für diesen Standort bereits seit längerer Zeit fest. Wir verstehen deswegen nicht unbedingt den Hype dieser Sitzung , zu dessen Teilnahme Eltern und Schulbetroffene über zahlreiche Kanäle regelrecht aufgefordert wurden, um dem Gemeinderat „die Wichtigkeit unserer Kinder“ vor Augen zu führen. Auch die WBB forderte bereits 2019 „Schulausbau sofort“, was uns leider bis zum heutigen Tag fehlte, war und ist ein schlüssiges, zustimmungsreifes Gesamtkonzept. Hierzu haben wir mehrfach die Schulleitung und die Verwaltung aufgefordert, einen Konsens herbeizuführen – und vor allem miteinander und nicht übereinander zu kommunizieren. Zur Erinnerung, nach dem ersten Brandbrief 2015 war die Rede von einem zusätzlichen Bedarf von 4-6 Klassenzimmern. Heute reden wir über einen Neubau mit Option gymnasialer Zug in der Größenordnung 40-50 Mio. €. Wenn es so einfach wäre, würden Kommunen wie Duisburg oder Berlin-Marzahn alle Schulneubauten haben, denn dort sind die Kinder sicherlich nicht weniger wert.

Zurück zum Standort:
Alle uns bisher vorliegenden und bekannten Fakten sprechen klar für einen Neubau – und gegen ein Bau-Martyrium im Bestand von mindestens 7 Jahre im laufenden Schulbetrieb. Unabhängig der künftigen Bildungspolitik und Regierungskoalitionen schaffen wir zukunftsträchtige und vor allem flexible Raumkapazitäten, um wachsenden Schülerzahlen und Mehrzügigkeiten gerecht zu werden. Die künftigen Bewirtschaftungskosten werden bei besserer Raumnutzung und in Summe weniger Flächenbedarf (wegfallende Verbindungsbauten) vorteilhaft für die jährlichen Haushalte sein.
Illusorisch sind Planspiele über den Erhalt der Grundschule am bisherigen Standort. Damit ist die Schule, selbstverständlich nicht das Gebäude gemeint, das selbstverständlich Denkmalschutz genießt. Aufgrund der Vielzügigkeit künftiger Ganztagesschulen, der gemeinsamen Mensa, Brandschutzmaßnahmen, Barrierefreiheit und auch hier fehlender Raumbedarf ist dies für die WBB-Fraktion keine Zukunftsoption.
Bleibt die Frage der Finanzierung. Entgegen den verwaltungsseitigen Zusagen haben wir für die heutige Sitzung kein ernstzunehmendes Finanzierungskonzept vorgelegt bekommen. Im Gegenteil: ein hanebüchenes Sammelsurium von Eventualitäten sind lediglich stichwortartig auf den letzten Folien der Präsentation aufgeführt. Noch kein Einwohnerzuwachs hat uns in den vergangenen Jahrzehnten unterm Strich ein besseres Finanzpolster verschafft, den die Ausgaben für Verwaltung und Infrastruktur steigen anderswo parallel. Einnahmen zu veräußernden Grundstücken können nur einmal als Gegenfinanzierung betrachtet werden. Bei den Verwertungserlösen des bisherigen Standorts sollten wir sehr konservativ kalkulieren, denn hier hat die Kommune viele Chancen, jahrzehntelange Defizite für eine lebenswerte Ortsmitte städtebaulich zu korrigieren. Weiter möchten wir darauf hinweisen, dass die Frage eines künftigen Festplatzes, bzw. die Überplanung des Gesamtareals inklusiv der Kreuzungsthematik Kanal-Ringstraße uns finanziell einiges abverlangen wird. Hierzu verweisen wir auf unseren Antrag auf Überplanung der Fläche aus dem Jahre 2013.
Die WBB-Fraktion sieht ohne fundiertes Finanzierungskonzept derzeit nur eine Chance einer Finanzierung, bzw. einer Realisierung, das wir aber am heutigen Abend jedoch bewusst nicht weiter ausführen möchten: Einen über Jahrzehnte nachhaltige und gesicherten Kapitaldienst in Form der Pachtzinserlöse örtlicher Windkraftanlagen. Für die aktuellen Planungen auf unserer Konzentrationsfläche stehen zwischenzeitlich erhöhte und gesicherte Erträge zwischen 1,0 und 1,5 Mio. € jährlich zur Verfügung. Die WBB-Fraktion wird hierzu in Kürze ein förmlicher Antrag einreichen.