Das war richtig gut!

Es ist ein sinnvolles und zugleich ungeschriebenes Gesetz, dass sich Gemeinderäte auf Bürgerversammlungen nicht zu Wort melden und dass die zur Verfügung stehende Zeit somit ganz dem Dialog zwischen dem Chef der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern einer Gemeinde gehört. Doch auch ohne die Möglichkeit der Diskussion (die ja in den Gemeinderats- und Ausschusssitzungen durchaus lebhaft geführt wird) bietet eine Bürgerversammlung den gewählten Mitgliedern des Gemeinderates eine nicht gerade häufige und gleichzeitig sehr interessante Chance, den Gedankenaustausch zwischen dem Bürgermeister und den Einwohnern einer Gemeinde in aller Entspanntheit mitzuverfolgen und dabei besonders auf die atmosphärischen Dinge achten zu können.

 

Das Fazit, das die WBB-Fraktion aus dem Abend des 08. Novembers in der Walzbachhalle zieht (und das auch aus den Äußerungen mancher Besucherinnen und Besucher zu hören war) sieht insgesamt recht positiv aus. Man erlebte einen Bürgermeister, der in sachlicher und offener Form und in einem angemessenen zeitlichen Rahmen die Fragestellungen und Aufgaben skizzierte, denen sich Verwaltung und Gemeinderat in diesen Tagen widmen und der erfreulicherweise in seinen Darstellungen auf die teils unangenehme Form des Selbstlobs verzichtete, von der die Bürgerversammlungen der Jahre um die Jahrtausendwende oftmals geprägt waren. Der Vortrag war klar und strukturiert, und besonders positiv registriert die WBB-Fraktion die Einladung zu einem Dialog und Gedankenaustausch, bei der keine Fragestellung unbeantwortet blieb und jede Polemik im Ansatz vermieden wurde. Und ganz entgegen der ursprünglichen Erwartungen gab es sogar für gut informierte Gemeinderäte noch interessante Neuigkeiten: Dass nämlich die Stadt Karlsruhe über den Nachbarschaftsverband ihren Umlandgemeinden gestatten möchte, über das Planungsinstrument des Flächennutzungsplans zusätzliche Wohnbauflächen zu erschließen, vorausgesetzt die Zahl der Bewohner der neuen Baugebiete liegt bei mindestens 100 Personen pro Hektar. Der Planungsspielraum für zusätzliche acht Hektar neue Wohnbaufläche soll unserer Gemeinde auf diesem Wege eröffnet werden, und die Frage lautet, ob diese unerwartete Perspektive als Fluch oder Segen empfunden werden wird. Denn schließlich gab es bislang im Gemeinderat und in der Verwaltung den Konsens, die Einwohnerzahl unserer Gemeinde bei 10.000 oder knapp darüber halten zu wollen. Die Option von Geschosswohnungsbau auf acht Hektar Gesamtfläche wird sicher nicht jedes Herz erfreuen, zumal in diesem Zusammenhang wieder einmal die „Breitwiesen“ ins Visier der Planungen geraten. Die vor uns liegenden Beratungen werden also durchaus spannend werden, eine Einladung an alle interessierten Einwohner unserer Gemeinde, diese in den vor uns liegenden Sitzungen mitzuverfolgen.

 

Matthias Görner 

Wer wird Wengerdär? Vielen Dank für die rege Teilnahme!

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Ich weiß, als ich ein Kind noch war,

es ist schon viele Jahre her,

da wollt´ ich werden, völlig klar

dereinst ein echter Millionär!

 

Ein Millionär, der konnte leben,

wie es ihm in den Sinn grad kam,

er konnt´ sich jeden Luxus geben,

und Geld verprassen ohne Scham.

 

Konnt´ fliegen um die halbe Welt

und Kaviar löffeln ohne Ende,

ihn zwickte nie die Angst ums Geld,

spendabel waren seine Hände,

 

er konnte jede Frau rumkriegen,

dinieren mit Brigitte Bardot,

bis abends faul im Bett rumliegen,

mit einer Flasche Veuve-Clicquot.

 

Auf seiner Yacht in Saint-Tropez,

war Party bis zum frühen Morgen,

High Heels, und tiefe Decolletees,

ein Leben ohne Not und Sorgen.

 

Doch ach, der Zahn der Inflation,

nagt an des Millionärs Dukaten,

die Mille –  ist heut Mindestlohn,

drum liebe Freunde lasst Euch raten:

 

Auch wenn es vielleicht scheint recht schwer –

werdet doch einfach Milliardär!

 

Der Milliardär kann wirklich leben,

frei, heiter und kommod,

kann unbeschwert sein Geld ausgeben,

und kennt wahrhaftig – keine Not.

 

Er fährt nicht selbst, lässt sich chauffieren,

genießt in Ruhe seine Macht,

lässt sich von Lässigkeit umzieren

und freut sich dass das Glück ihm lacht.

 

Im edlen Club der Superreichen,

mit Oetker, Albrecht, Klatten, Quandt,

stellt still und leise er die Weichen,

und dirigieret unser Land.

 

Er lebet unter Seinesgleichen

protzt nicht mit Luxus, Prunk und Schein,

kennt alle Mächtigen und Reichen,

und liebt es, sehr diskret zu sein.

 

Doch kann er wirklich glücklich leben

In Angst und Sorg um sein Depot?

Was soll das ganze eitle Streben,

Macht es ihn wirklich frei und froh?

 

Tagaus, tagein die Kurse checken,

und suchen nach der Strategie,

entscheiden, planen, Claims abstecken,

mal ehrlich – Ruhe hat der nie.

 

Drum pfeif ich auf den Milliardär –

Und bin viel lieber Wengerdär!

 

Wo König Eric klug regieret

und milde Spargel üppig sprießen

wo grüner Wald die Hügel zieret

kann man sein Lebensglück genießen.

 

Es grünen Auen, leuchten Wiesen

tief in der Sonne Sommerglut,

wer hier lebt, den kann nichts verdrießen,

der Wengerdär hat´s einfach gut.

 

Man lebt im Schatten zweier Türme,

die friedlich beieinanderstehn,

so übersteht man Not und Stürme,

auch wenn sie noch so kräftig wehn.

 

Drum rat ich Euch, folgt meine Rufe,

und werdet auch ein Wengerdär,

erklimmt die höchste Daseinsstufe,

es ist wahrhaftig nicht so schwer.

 

Wie man das schafft – ich will´s Euch sagen,

es kann nichts Schlimmes Euch gescheh´n

stellt Euch den fünfundzwanzig Fragen,

sie sind nicht schwer – Ihr werdet sehn.

 

Greift nun zu Euren Schreibgeräten,

kreuzt jede Antwort richtig an,

los, los, wir woll´n uns nicht verspäten,

ein jeder zeige was er kann.

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Wer wird WENGERDÄR?

Am 21. Oktober wird es spannend: Die WBB sucht den Wengerdär des Jahres 2016. Fünfundzwanzig Fragen gilt es möglichst richtig zu beantworten, um ins Finale einzuziehen, dann warten weitere zehn knifflige Aufgaben auf die Bestplatzierten. Natürlich dreht sich dabei alles um Weingarten, doch gesucht werden keine Heimatforscher, die ihre Freizeit in Archiven und Konvoluten verbringen, sondern Menschen, die ihr Wohnumfeld mit Interesse und offenen Augen betrachten. Außerdem: Wer noch nicht lange in Weingarten wohnt oder von weit her kommt startet mit wertvollen Bonuspunkten ins Rennen. Somit herrscht Chancengleichheit zwischen Alt- und Neubürgern, und die Sache wird richtig spannend.

logo_wengerdaerNatürlich ist das Ganze nicht völlig ernst zu nehmen, und daher kommen auch gute Laune, Kulinarisches, Begegnung und Stimmung nicht zu kurz. Blasmusik, Zwiwwelkuchen, Apfelmost und Wengerder Wein sorgen auf der ersten WBB-After-Wörk-Party für Wohlfühlatmosphäre nach einer arbeitsreichen Woche. Der einzige Knackpunkt: In den Saal des Heimatmuseums passen nur rund sechzig Personen.

Um besser planen zu können sind wir somit dankbar für eine Voranmeldung unter vorstand@wbb-weingarten.de oder telefonisch: 07244-4818 (Matthias Görner).

 

Flyer Wer wird WENGERDÄR

Fußgänger schützen – Radwege ausbauen – Parkraum ordnen

Mit diesem Slogan war die Weingartener Bürgerbewegung vor gut zwei Jahren in die Kommunalwahlen gezogen. Nachdem mittlerweile fast die Hälfte der Amtsperiode des 2014 gewählten Gemeinderats vergangen ist möchten Vorstand und Fraktion den Worten Taten folgen lassen. Auf ihrer letzten gemeinsamen Sitzung vor der Sommerpause befürworteten die Vorstands- und Fraktionsmitglieder daher einstimmig zwei Anträge an den Gemeinderat, die am 15.07.2016 formgerecht bei der Verwaltung eingereicht wurden und die somit spätestens in der ersten Sitzung nach der Sommerpause im Gemeinderat zu behandeln sind.

Geht es nach dem Willen der WBB, so sollen in Weingarten die schwächeren Verkehrsteilnehmer verstärkten Schutz genießen und nicht mehr länger eine Randexistenz führen. Zugeparkte Bürgersteige zwingen nicht nur in der Ortsmitte ältere Menschen, Kinder, Eltern mit Kinderwagen oder Personen, die einen Hund führen, auf die Fahrbahn, sondern erschweren mittlerweile nahezu flächendeckend das Vorwärtskommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die WBB möchte daher, dass der Gemeinderat eine umfassende Analyse des Parkverhaltens in ganz Weingarten zu verschiedenen Zeitpunkten in Auftrag zu gibt. Auf diese Weise sollen Problemzonen und -zeiten identifiziert und Lösungsansätze erarbeitet werden. Besonders wichtig ist der WBB die Definition einer Mindestgehwegbreite, die das ungehinderte Vorwärtskommen von Personen mit Rollatoren sowie den Begegnungsverkehr von Fußgängern ermöglicht. Die WBB möchte dabei keinesfalls neue Regelungen erfinden, sondern erwartet von ihrer Verwaltung zunächst eine umfassende Aufklärung über die Rechte aller Verkehrsteilnehmer und in einem zweiten Schritt die konsequente Anwendung des geltenden Rechts, wie beispielsweise unter folgendem Link zusammenfassend ausgeführt ist:

http://www.fuss-ev.de/102-literatur/553-zusammenfassung-zum-thema-fussverkehr.html.

 

Aus Sicht der WBB erscheint es paradox, für sechsstellige Beträge öffentliche Gebäude barrierefrei umzugestalten und gleichzeitig im Straßenraum die Dauerblockade der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu tolerieren.

Mit ihrem Antrag auf Einführung gebührenpflichtiger Ausweise für Dauerparker in der gesamten Ortslage möchte die Bürgerbewegung ein Anreizsystem zur Nutzung privaten Parkraums schaffen und die bestehende Gerechtigkeitslücke zwischen den Nutzern öffentlicher und privater Stellplätze verringern. Vorstand und Fraktion sind sich bewusst, dass dieser Vorstoß kontroverse Reaktionen auslösen wird, sehen aber derzeit keine andere Möglichkeit, den Infarkt des öffentlichen Raums besonders in den Abend- und Nachtstunden zu beheben. Die endlosen Kolonnen abgestellter Fahrzeuge an den Straßenrändern blockieren nicht nur das Vorwärtskommen auf den Bürgersteigen, sondern auch den motorisierten Verkehr selbst. Auf den Ortsstraßen ist ein Begegnungsverkehr nicht mehr möglich und das Springen von Lücke zu Lücke mittlerweile zu einem alltäglichen Ärgernis geworden. Für dringend reformbedürftig hält die Bürgerbewegung ebenfalls das derzeit bestehende System von Parkausweisen im Ortskern. Nach Vorstellung der WBB sollen die Parkgebühren gezielt für die Schaffung von Stellplätzen verwendet werden. Denkbar ist in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Installation von Doppelparkern auf dem Schulparkplatz.

Natürlich möchten Fraktion und Vorstand der Bürgerbewegung bei diesem wichtigen Thema nicht im luftleeren Raum agieren, sondern sind auf die Einschätzung der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Aus diesem Grund sollen der Vorstoß und seine Zielrichtung Schwerpunkthema beim nächsten Politespresso der WBB am Sonntag, den 25. September, ab 11 Uhr im Eiscafé Riviera sein. Vorstand und Fraktion freuen sich auf einen konstruktiven Gedankenaustausch.    

01_Antrag_Fussgaengerschutz_13.07.2016

02_Antrag_Parkausweise_13.07.2016

wbb_logo

WBB-Fraktion gibt grünes Licht für das neue Bauhofgebäude

„Auch wenn unsere Fraktion in diesem Zusammenhang einen Kostenvergleich mit einer Systembauweise anregt befürworten wir dieses Vorhaben nicht nur wegen des desolaten Zustands des bisherigen Gebäudes, sondern auch wegen der Verpflichtung eines jeden Arbeitgebers, seinem Personal Respekt in Form einer optimalen Betriebsausstattung, Organisationsstruktur, Klarheit der Aufgabenstellung und einem sicheren Arbeitsumfeld entgegenzubringen.“

 

Diese im Rahmen der Haushaltsverabschiedung für das Jahr 2015 formulierte Stellungnahme der WBB-Fraktion zum neuen Bauhof-Personalgebäudes wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag, den 06. Juni 2016 auf ihre Belastbarkeit geprüft. Während einzelne Ratsmitglieder aufgrund der angespannten Haushaltslage und besonders wegen der im Zusammenhang mit der Sanierung der Burg- und Silcherstraße zu erwartenden Mehrausgaben sich für eine Verschiebung der Baumaßnahme aussprachen stimmten die Gemeinderäte der Bürgerbewegung für die Durchführung des Vorhabens nach einer angemessenen Ausschreibungsfrist von rund sechs Monaten. Wird diese eingehalten wird der erste Spatenstich voraussichtlich ohnehin erst zu Jahresbeginn 2017 erfolgen und das Projekt damit erst im kommenden Jahr haushaltswirksam. Anstatt bereits fertig geplante und genehmigte Vorhaben zu verschieben hält es die WBB-Fraktion für sinnvoller, noch im Frühstadium befindliche Ideen auf ihre Notwendigkeit hin zu überprüfen und diese gegebenenfalls zu stoppen oder zeitlich zu verschieben.